Aus weiter Nähe
02.10. bis 23.10.2026
Im Salon Kunsthaus Köflach lädt Nikolaus Lapuch zu einer Entdeckungsreise in eine Welt ein, in der das Unsichtbare Form annimmt. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Relief und druckgrafischem Denken – wie „informelle Malerei und Plastik“, die zugleich Fläche und Körper ist. Ausgangspunkt sind häufig mikroskopische Motive: Strukturen, Zellen, Ablagerungen oder feinste Gewebe werden zum Impuls für eine abstrakte Bildsprache, die Beobachtung in Rhythmus, Schichtung und Material übersetzt. Lapuch geht es nicht um naturgetreue Abbildung, sondern um Formensuche: Aus dem Mikrokosmos entsteht ein „Mikrokosmos des Makrokosmos“, Bildräume, die wie gewachsen wirken, zugleich organisch und konstruiert. Die Oberflächen ziehen den Blick hinein, lassen Details auftauchen und wieder verschwinden, als würde man durch eine Linse sehen, die ständig neu fokussiert.
Die Natur im Kleinen:
Die Natur hält einige ihrer faszinierendsten Formen nicht immer auf den ersten Blick bereit. Unter dem Mikroskop eröffnet sich eine Welt aus Strukturen, Linien und organischen Formen. Im Salon Kunsthaus Köflach wird dieser Blick in den Mikrokosmos zum Ausgangspunkt einer besonderen künstlerischen Auseinandersetzung. Algen, Kieselalgen und Flechten werden nicht naturgetreu abgebildet, sondern in ein freies, abstraktes Formenrepertoire übersetzt.
Als Artist in Residence im Schweizer Wallis ließ sich der Künstler Nikolaus Lapuch beim Beobachten von Bergseen, Bächen und der alpinen Landschaft inspirieren. In seinen Arbeiten wird die Natur in ihrer verborgenen Vielfalt zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Umsetzung, die den Blick für das Kleine und Übersehene schärft.







