Kunstvermittlung
Kunst soll berühren, neugierig machen und zum eigenen Denken anregen. Als Kunsthaus verstehen wir Kunstvermittlung deshalb als lebendigen Dialog: Wir schaffen Zugänge zu zeitgenössischer Kunst und begleiten Kinder und Jugendliche dabei, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven zu entwickeln.
Mit altersgerechten Angeboten – in enger Zusammenarbeit mit Bildungspartnern – verbinden wir das Ausstellungserlebnis mit Sprache, Recherche und kreativem Ausdruck. So wird Kunst zum Ausgangspunkt fürs Erzählen, Entdecken und Gestalten – und Kulturvermittlung zu einer Erfahrung, die weit über den Kunsthausbesuch hinauswirkt.
Projekt ERZÄHL MIR KUNST
Zu Beginn dieses Jahres wurde im Rahmen der Ausstellung ERDE.MEER.HIMMEL das Projekt „Erzähl mir Kunst“ initiiert.
Ausgangspunkt war eine einfache, zugleich grundlegende Frage: Wie lernen Kinder und Jugendliche wieder, bewusst hinzusehen? In einer Zeit, die von einer ständigen Flut an Bildern geprägt ist, möchte „Erzähl mir Kunst“ das genaue Betrachten, das Beschreiben und das Erzählen fördern. Ausgangspunkt jeder Arbeit war ein selbst gewähltes Kunstwerk, das die Schülerinnen und Schüler inspirierte, eigene Gedanken, Erinnerungen und Geschichten zu entwickeln.
Bereits bei der Sichtung der eingereichten Beiträge wurde deutlich, mit welcher Ernsthaftigkeit, Kreativität und Sensibilität sich die Jugendlichen auf diese Aufgabe eingelassen hatten. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der AHS, des BG/BRG und BORG Köflach sowie der HLW Lipizzanerheimat beeindruckten nicht nur die Künstlerin und die Jury, sondern auch ihre Kunstlehrerinnen.
Im Laufe des Projekts zeigte sich zudem, dass weit mehr entstanden war als künstlerische Beiträge. Viele Jugendliche fanden den Mut, sehr persönliche Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in ihren Texten sichtbar zu machen. Die intensive Auseinandersetzung mit den Kunstwerken wurde zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst: offen, ehrlich und berührend.
Prof. Andrea Wittmer, Kunsterzieherin an der AHS Köflach, reflektiert sehr berührt:
„Ich bin so stolz, dass die Schülerinnen und Schüler ein so stabiles Vertrauensverhältnis zu mir haben, um sich so zu öffnen.“
Dieses Vertrauen macht deutlich, welches Potenzial Kunstvermittlung entfalten kann: Sie schärft nicht nur den Blick für Kunst, sondern eröffnet Räume für Begegnung, Reflexion und persönliche Entwicklung.
Am Freitag, den 2. Oktober laden wir um 16.00 Uhr zur feierlichen Prämierung der Gewinnerinnen und Gewinner ins Kunsthaus.





