Helena Nußmüller – Vom „Frauenbild“ zur eigenen Ausstellung

Im Rahmen des Kunstvermittlungsprojekts „Mein Frauenbild“ 2025 erhielt Helena Nußmüller für ihre Arbeit den Sonderpreis des Kunsthauses Köflach. Nämlich: eine eigene Ausstellung zu konzipieren und zu kuratieren.

Unter dem Titel „Künstlerinnen und ihre Sichtbarkeit am Kunstmarkt“ setzte sie sich intensiv mit dem historischen und bis heute bestehenden Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern in der Kunst auseinander. Von Artemisia Gentileschi über Adélaïde Labille-Guiard, Rosa Bonheur und Pauline Boty bis zu den Guerrilla Girls spannt ihre Ausstellung einen Bogen durch mehrere Jahrhunderte Kunstgeschichte.

Helena recherchierte die Biografien und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, beschäftigte sich mit Ausbildung, Feminismus, Aktivismus, Nachlass und dem Vergessen von Künstlerinnen und richtete den Blick schließlich auf Museen, Kunstmarkt und kuratorische Praxis der Gegenwart.

Der Sonderpreis von 2025 wurde damit zu einem nachhaltigen Schritt in der Kunstvermittlung: Aus der eigenen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Frauenbild entstand die Möglichkeit, selbst Kunstgeschichte zu recherchieren, eine Ausstellung zu gestalten und als junge Kuratorin eine eigene Perspektive auf die Sichtbarkeit von Künstlerinnen einzubringen. In ihrem Projekt entwickelte sie unter anderem Grundriss, Plakat, Titelbild, Porträts und das visuelle Konzept der Biografien.

Der Sonderpreis wird so zur Fortsetzung ihres „Frauenbildes“ – von der eigenen künstlerischen Auseinandersetzung zur selbstständigen kuratorischen Arbeit.

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