Ausstellung Die Kunst ist weiblich! | 28. Februar bis 26. April 2025

„Das Streben und die Liebe und die Begeisterung zur Kunst. Du hast das für eine Mädchenlaune gehalten, was das Ernsteste und Wahrste in meinem Leben ist.“ (Margarethe von Holzhausen, Tagebucheintrag)

 

Mit der Ausstellung „Die Kunst ist weiblich!“ rückt das außergewöhnliche Werk von Olga Holzhausen, Margarethe Martiny-Holzhausen und Elisabeth-Charlotte Martiny in den Mittelpunkt. Drei Künstlerinnen aus drei Generationen, die ihren eigenen Weg gingen und sich in einer lange männlich geprägten Kunstwelt mit Talent, Beharrlichkeit und künstlerischer Eigenständigkeit behaupteten.

 

Ihr Schaffen eröffnet zugleich einen eindrucksvollen Blick auf den Weg in die Moderne. Olga Holzhausen machte sich um 1900 in Wien als angesehene Porträtmalerin einen Namen und führte ihr Atelier an prominenter Adresse. Margarethe Martiny-Holzhausen verband traditionelles künstlerisches Können mit den neuen Ausdrucksformen ihrer Zeit. Besonders ihre Tierstudien und Märchenmotive zeichnen sich durch eine besondere Bildsprache und poetische Tiefe aus. Elisabeth-Charlotte Martiny schließlich entwickelte aus internationalen Eindrücken und vielfältigen Erfahrungen eine experimentierfreudige, moderne Formensprache, die bis zur Abstraktion reichte.

 

Der Erfolg dieser drei Frauen steht für künstlerischen Mut, große Leidenschaft und den entschlossenen Willen, sich Anerkennung zu verschaffen. In einer Zeit, in der Künstlerinnen vielfach mit Vorurteilen und gesellschaftlichen Barrieren konfrontiert waren und ihr Schaffen nicht selten als bloße „Mädchenlaune“ abgewertet wurde, setzten sie kraftvolle Zeichen. Sie führten selbstbestimmte Leben, reisten, ließen sich von anderen Kulturen inspirieren und schufen Werke, deren Aussagekraft bis heute nachwirkt.

 

Die Ausstellung würdigt nicht nur die künstlerische Leistung der Künstlerinnen aus der Familie Holzhausen, sondern macht auch sichtbar, welchen bedeutenden Beitrag sie zur Kunst ihrer Zeit geleistet haben. „Die Kunst ist weiblich!“ lädt dazu ein, ihre Arbeiten neu zu entdecken, ihre Meisterschaft anzuerkennen und die Rolle von Künstlerinnen in der Kunstgeschichte stärker ins Bewusstsein zu rücken.

 

Diese drei Künstlerinnengenerationen zeigen eindrucksvoll, dass das, was einst als flüchtige „Mädchenlaune“ missverstanden wurde, in Wahrheit ein bedeutender und bleibender Beitrag zur Moderne ist – ausdrucksstark, wegweisend und zeitlos.